Vor knapp 3 Jahren habe ich angefangen, mich durch die Welt von Azeroth zu questen.
Während ich bei meinem ersten Charakter, meiner Hexe, noch etliches an Herzblut reingesteckt habe, und Allem noch mit viel Aufmerksamkeit entgegengetreten bin, habe ich mit jedem Twink den ich angefangen und hochgespielt habe, weniger auf das Umfeld geachtet, sondern mit den relativ sturen Ziel, so schnell und effektiv wie möglich auf 80 zu kommen. Die wichtigsten Quests kannte ich da ja schon von den jeweiligen Vorgängern.
An und für sich also, ein striktes Durchrauschen.
Und da Witti und ich uns gedacht haben, dass WoW mit seinen vielen Klassen, Rassen, Gebieten, Berufen, Quests, Geschichten, Weltereignissen, Drachen und sonstigen Halunken mehr zu bieten hat, als immer nur die selbe Leier durchzumachen, haben wir uns dazu entschieden, mit unseren neuesten Twinks unter einem neuen Banner loszuziehen:
Dem der Horde.
Und innerhalb von etwa 20 Minuten wurde, dank Blizzard’s gnomischer Wundervoltmaschine, aus meiner anmutigen Draenai eine ebenso anmutige, wenn auch vielleicht etwas eingebildete, Blutelfe.
Und da es für Witti, abseits der einzig wahren Rasse, der Zwerge, nur eine einzige Alternative gibt, wurde sein Charakter in einen stattlichen Tauren transformiert.
Nun stellen sich mir Aufgaben, an die ich auf Allianz-Seiten gar nicht mehr denken musste, wie etwa: Den richtigen Weg, von den Ruinen von Loarderon nach Unterstadt hinein, zu finden. Lehrer, Banken, Auktionshäuser und diverse Händler ohne Hilfe der Stadtwachen ausfindig machen. Die richtigen Siedlungen, Flugmeister, Portale und Zeppelintürme anvisieren. Und vor allem : die richtigen NPC’s ansprechen.
Im Großen und Ganzen also etwas, das wieder Lust auf was Neues macht und einem einige Dinge eröffnet, die einem sonst verborgen bleiben.
In diesem Sinne:
“Für die Horde!”
(an meine lieben Gildenkollegen und Mitspieler: keine Angst, das bedeutet natürlich nicht, dass ich der Allianz jetzt vollständig den Rücken zukehre
)